Nach Shakespeares „Romeo und Julia“
Wem gehört
deine Loyalität?
Zwei Häuser. Ein alter Hass. Zwei junge Menschen, die sich ineinander verlieben. Die Geschichte ist bekannt – und genau deshalb beginnt „(Hass) Romeo und (Liebe) Julia“ noch einmal von vorn: Was erzählen wir da eigentlich seit mehr als vier Jahrhunderten weiter?
Die Produktion folgt Motiven, Figuren und Konflikten aus Shakespeares Tragödie, lässt die Geschichte aber nicht unkommentiert ablaufen. Immer wieder bricht die Inszenierung aus der Vorlage aus, hinterfragt Rollenbilder und Gewissheiten und richtet den Blick auf das, was zwischen den berühmten Liebesszenen liegt: auf Zugehörigkeit, Macht, Zustimmung, familiäre Erwartungen, Männlichkeitsbilder und Gewalt.
Im Zentrum steht dabei nicht nur die Frage, ob Liebe Hass überwinden kann. Das Stück fragt auch, wo dieser Hass überhaupt herkommt. Montague oder Capulet ist zunächst nur ein Name – und wird doch zur Grenze zwischen Menschen. Die Jüngeren übernehmen einen Konflikt, den sie nicht begonnen haben, und sollen ihn mit ihren Körpern, ihren Beziehungen und schließlich ihrem Leben austragen.
Eine Produktion des Dreamloud-Ensembles Die Letzten Träumer in Kooperation mit dem BIS.
„Die Waffe in der Hand und sprichst von Frieden?“
Eine Geschichte über Liebe, Hass und das, was wir weitergeben
Termine & Besuch
Wann wir spielen.
Inhaltshinweis: Die Inszenierung zeigt explizite Gewalt und Blut, thematisiert und verbildlicht Suizid und enthält laute Geräusche, Musik sowie schnell wechselnde Lichteffekte.
- (Hass) Romeo und (Liebe) JuliaKostenlos reservieren
· 18:30 Uhr
Citykirche am Alten Markt
Eintritt frei - (Hass) Romeo und (Liebe) JuliaKostenlos reservieren
· 18:30 Uhr
Citykirche am Alten Markt
Eintritt frei - (Hass) Romeo und (Liebe) JuliaKostenlos reservieren
· 15:00 Uhr
Citykirche am Alten Markt
Eintritt frei - (Hass) Romeo und (Liebe) Julia
· Uhrzeit folgt
BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit
Eintritt frei - (Hass) Romeo und (Liebe) Julia
· Uhrzeit folgt
BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit
Eintritt frei
Für November sind Reservierungen möglich
Die drei kostenlosen Vorstellungen finden in der Citykirche am Alten Markt statt. Bitte reserviere für deinen Wunschtermin über den jeweiligen BIS-Link. Informationen zu den möglichen Vorstellungen im Januar 2027 folgen separat.
Updates per Newsletter erhaltenAuch angekündigt bei Rausgegangen. Die verbindliche Reservierung erfolgt über die einzelnen BIS-Termine oben.
Alle Besuchsinformationen & FAQEinblicke in die Produktion
Shakespeare trifft
auf unsere Gegenwart.
Hass wird weitergegeben
Die Feindschaft zwischen Capulets und Montagues erscheint als ererbtes System. Namen entscheiden darüber, wer Freund oder Feind sein soll. Die Produktion richtet den Blick deshalb auf die Generationenfrage: Was übernehmen junge Menschen von denen vor ihnen – und was kostet es, einen Konflikt weiterzutragen, den sie selbst nie begonnen haben?
Liebe, Zustimmung & Rollenbilder
Die berühmte Liebesgeschichte wird mit anderen Shakespeare-Motiven und heutigen Fragen konfrontiert. Wer darf über Nähe, Beziehung und Ehe entscheiden? Wann wird aus romantischer Beharrlichkeit Grenzüberschreitung? Und welche Erwartungen werden besonders an junge Frauen gestellt? Die Inszenierung macht diese Widersprüche sichtbar, statt sie hinter der großen Liebeserzählung verschwinden zu lassen.
Männlichkeit, Gefühle & Gewalt
Mehrfach geraten die Männerfiguren unter den Druck, Stärke beweisen zu müssen. Verletzlichkeit wird als Schwäche gelesen, Konflikt als Kampf ausgetragen und selbst Trauer mit Vorstellungen davon verbunden, wie ein Mann sich zu verhalten habe. Das Stück untersucht, wie solche Erwartungen Gefühle verdrängen und Gewalt weiter antreiben können.
Krieg, Frieden & Verantwortung
Der Streit zweier Familien wächst zur gesellschaftlichen Frage: Wer erklärt einen Konflikt – und wer muss ihn austragen? Die Bearbeitung verbindet Veronas Fehde mit Gedanken über Aufrüstung, Schuldzuweisung, Ausgrenzung und die Weitergabe von Feindbildern. Frieden erscheint dabei nicht als Schwäche, sondern als Entscheidung, einen Kreislauf nicht fortzusetzen.
Musik, Sprache & Publikum
Originalmotive und Shakespeare-Sprache treffen auf heutige Umgangssprache, Popkultur, Musik, Choreografie und direkte Publikumsansprache. Tragische Szenen können in Komik kippen und komische Momente plötzlich ernst werden. So entsteht kein historisches Museumsstück, sondern eine offene, gegenwärtige Auseinandersetzung mit einer sehr alten Geschichte.
Eine Produktion in Entwicklung
Die Produktion entsteht beim Dreamloud-Ensemble „Die Letzten Träumer“ in Kooperation mit dem BIS. Bis zu den Vorstellungen können sich einzelne szenische und dramaturgische Details im Probenprozess weiterentwickeln.




