Archiv / 2022
Alles am Ende
Rückblick
Ein Stück über Enden – und darüber, was danach beginnt.
„Alles am Ende“ verbindet Meta-Theater, Ensemblekonflikt und eine apokalyptische Rahmenhandlung. Das Stück fragt, was von Kunst, Gemeinschaft und Verantwortung bleibt, wenn vertraute Sicherheiten ins Wanken geraten.
Die ersten Arbeiten an „Alles am Ende“ begannen im November 2021. Die Aufführungen folgten im Juni 2022.
Der Prolog blickt selbstironisch auf mehrere Jahre gemeinsamer Theaterarbeit zurück und macht das Theater selbst zum Thema: Erwartungen des Publikums, der Wunsch nach etwas „Normalem“, die Frage nach Verständlichkeit und die Spannung zwischen Arbeitsprozess und Ergebnis werden Teil der Handlung.
Im weiteren Verlauf treten „Zeit“ und „Gewissen“ als personifizierte Kräfte auf. Parallel versucht eine Theatergruppe, nach einem Abschied weiterzumachen und ein neues Stück zu entwickeln. Ein Erdbeben markiert den Bruch: Im zweiten Teil ist die Gruppe nach einer Katastrophe im Theater eingeschlossen. Zwischen Überleben, Streit, Hoffnung und dem Drang, trotzdem Kunst zu machen, zerfällt die Gemeinschaft zunehmend in unterschiedliche Lager.
Immer wieder kehrt die Produktion zu Abschied, aktiven und passiven Enden, zwischenmenschlicher Kommunikation und der Frage zurück, ob auf ein Ende tatsächlich etwas Neues folgen kann.
Besetzung, Regie und weitere personenbezogene Credits werden nur veröffentlicht, wenn die Veröffentlichung für die jeweilige Person geklärt ist.
Dramaturgie & Themen
Was die Skriptfassungen über die Produktion erzählen.
Meta-Theater
Die Produktion verhandelt ihre eigene Form offen auf der Bühne. Figuren diskutieren darüber, was „normales“ Theater sein soll, wie viel ein Publikum verstehen muss und ob ein künstlerischer Prozess auch dann wertvoll ist, wenn das Ergebnis nicht allen gefällt.
Zeit & Gewissen
„Zeit“ und „Gewissen“ kommentieren das Geschehen als eigene Bühnenfiguren. Sie verbinden persönliche Enden mit größeren Fragen nach Verantwortung, Verdrängung, Veränderung und den Folgen menschlichen Handelns.
Nach der Apokalypse
Die zweite Hälfte verlegt den Konflikt in eine Extremsituation: Die Welt außerhalb des Theaters scheint zusammenzubrechen. Die Gruppe muss entscheiden, ob sie auf Rettung wartet, Ressourcen sichert oder gerade jetzt weiter Theater macht.
Abschied & Neuanfang
Beziehungen, Trauer, Trennung und das Bedürfnis, selbst über ein Ende bestimmen zu können, ziehen sich durch mehrere Szenen. Dem steht die Hoffnung gegenüber, dass nach einem Ende etwas anderes beginnen kann.
Gemeinschaft & Kommunikation
Die Figuren reden häufig aneinander vorbei, ignorieren Warnungen oder setzen ihre eigenen Vorstellungen durch. Aus kleinen Konflikten werden Grundsatzfragen über Freundschaft, Solidarität und gegenseitiges Zuhören.
Bühnenmittel
Die Skripte arbeiten mit Choreografie, Musik, Blackouts, Stroboskop, Radio- und Lautsprecherdurchsagen, wiederkehrendem Ticken sowie bewusst überzeichneten Theaterbildern. Diese Mittel wechseln zwischen Humor, Selbstironie und düsteren Momenten.
Aufführungsdaten
Dokumentierte Termine.
23.–26. Juni 2022
Alle Aufführungen fanden nach dem kurzfristigen Ortswechsel in der Bischöflichen Marienschule Mönchengladbach statt.
Änderung des Spielorts
Frühere Ankündigungen nannten das Alte Kolpinghaus. Wegen eines kurzfristigen organisatorischen Problems wurde die komplette Spielserie an die Marienschule verlegt.
Einblicke in die Produktion






