Archiv / 2024
home oder: der Sommer ist nicht mehr da
Rückblick
Eine theatrale Galerie über Zuhause.
„home oder: der Sommer ist nicht mehr da“ verwandelte ein verlassenes Einfamilienhaus in einen begehbaren theatralen Raum über Zuhause, Sehnsucht, Ankommen, Liebe und Erinnerung.
Das Exposé beschreibt die Grundidee als ein letztes Aufleben eines Hauses, das lange leer und leblos gewirkt hatte. Statt einer klassischen Bühnensituation sollte das gesamte Gebäude zum Konfrontationsraum werden: Was ist Zuhause – ein Ort, ein Mensch, ein Körper, eine Erinnerung oder ein Gefühl?
Die Besuchenden sollten sich frei durch unterschiedliche Räume bewegen und dort Performances, Musik, Bilder, Skulpturen und kleine interaktive Situationen entdecken. Jeder Raum setzte einen anderen Gedanken von Zuhause in Szene – vom gemeinsamen Essen und familiären Routinen bis zu Rückzug, Fernweh, Körpergefühl, Flucht und Natur.
Das erhaltene Exposé dokumentiert eine Konzeptfassung. Einzelne Raumideen, Besetzungen und Abläufe konnten sich bis zur tatsächlichen Umsetzung verändert haben. Personenbezogene Credits werden nur veröffentlicht, wenn die Veröffentlichung für die jeweilige Person geklärt ist.
Konzept & Räume
Das Haus als begehbare Galerie.
Ankommen
Schon vor dem Haus sollte die Atmosphäre beginnen: Das Exposé plante unter anderem ein weißes Klavier mit weißen Rosen, einen kleinen Brunnen sowie einen offenen Einlassbereich mit Karten, Programmheften und Informationen. Für die erste Planung waren höchstens 50 Besuchende gleichzeitig im Haus vorgesehen.
Erdgeschoss & Garten
Im Erdgeschoss waren mehrere Alltagssituationen vorgesehen: ein gedeckter Frühstückstisch, eine Küche mit Gerichten, die mit Zuhause verbunden werden, sowie ein Fernsehbereich mit Erinnerungen an Kinderserien und Spiele. Im Garten sollten Besuchende nicht nur zuschauen, sondern beispielsweise beim Pflanzen oder Pflegen mitmachen können.
Garage & Keller
Die Garage sollte teilweise zu einem lauten Technoraum werden – Zuhause als ständige Flucht. Im Keller standen dagegen Werkstatt und Waschküche im Mittelpunkt: familiäre Rollenbilder, Rückzug und ein musikalischer Dialog aus Gitarre und Gesang sollten sich dort überlagern.
Obergeschoss
Ein Schlafzimmer war als Tanzraum über Fernweh und das Zuhause-Sein in der Ferne gedacht. Das Badezimmer stellte den eigenen Körper als Zuhause in den Mittelpunkt. Ein Kinderzimmer sollte als begehbares Kunstwerk mit Malereien, Fotos und selbstgeschriebenen beziehungsweise eingesprochenen Texten funktionieren.
Speicher
Für den Speicher entwarf das Exposé einen postapokalyptischen Naturraum mit einem großen Baum, Wiese und der Möglichkeit, mitten im Haus wieder eine Lichtung zu erleben. Damit verband sich die Idee einer Rückkehr zur Natur nach den vielen menschlich geprägten Räumen darunter.
Interaktion
Das Publikum war als aktiver Teil der Galerie gedacht: Platz nehmen, gemeinsam essen oder probieren, pflanzen, gestalten, beobachten und zwischen Räumen wählen. Für einzelne Stationen sah das Konzept bewusst nur sehr kleine Gruppen vor, damit intime Begegnungen möglich bleiben.
Aufführungsdaten
Dokumentierte Termine.
12.–14. April 2024
Die theatrale Galerie war an allen drei Tagen von 17:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Für den Freitag war anschließend Live-Musik ab 20:30 Uhr angekündigt; weitere Programmpunkte wurden separat kommuniziert.
20.–22. September 2024
Die Wiederaufnahme öffnete an allen drei Tagen erneut von 17:00 bis 20:00 Uhr. Im Anschluss waren Live-Acts ab 20:30 Uhr angekündigt.
Einblicke in die Produktion






